Werkschau · Masterstudio · 2018

Das Caricaturum

Entwurf eines Museums für komische Kunst im Münchner Kunstareal. Teamarbeit mit Laura Engel — kleiner Solitär als Ergänzung der Blockrandbebauung an Theresien- und Barerstraße, mit intimer Innenhof-Situation zum Museum Brandhorst.

In diesem Masterstudio haben Laura Engel und ich ein Museum für komische Kunst im Münchner Kunstareal entworfen. Die städtebauliche Setzung erforderte eine Sonderlösung — die Kubatur ist klein und der Nutzungscharakter ist ein anderer als bei den großen Pinakotheken. Unser Museum sollte nicht nur Ausstellungsflächen schaffen, sondern auch vielfältige Räume zur Interaktion bieten und als neuer Treffpunkt funktionieren.

Städtebauliche Setzung

Durch eine Ergänzung der Blockrandbebauung entlang der Theresien- und Barerstraße beziehen wir einerseits das Museum Brandhorst in die Struktur des Kunstareals ein. Andererseits entsteht ein intimer Innenhof zwischen der Grünfläche und dem L-förmigen Neubau, in dem das Museum für Humor und Satire als Solitär platziert wird.

Drei Elemente: Decken, Körper, Hülle

Das Museum bildet sich aus drei Elementen: den Decken, den Körpern und der Hülle. Die massiven Körper durchdringen die Geschossdecken und sorgen mit ihren großzügigen Lufträumen für Kommunikation und Offenheit. Die geschlossenen Körper funktionieren gegensätzlich und unabhängig davon und schaffen unerwartete Räume im Inneren. Ihre Wände dienen als Ausstellungsflächen, wodurch Erschließungsräume aktiviert werden.

Die leichte Hülle umgibt beide Elemente und überträgt das innere Leben nach außen, während sich der Baukörper gleichzeitig als Solitär im städtebaulichen Gefüge artikuliert.


Bildmaterial folgt — die Modellfotos, Pläne und Visualisierungen werden in einem nächsten Schritt aus dem Studio-Archiv ergänzt.