Werkschau · Bachelorstudium · 2016

Besucherzentrum Sabbioneta

Umnutzung eines ehemaligen Karmelitenklosters zum Besucherzentrum für die denkmalgeschützte Renaissancestadt Sabbioneta — drei Innenhöfe werden zu einer öffentlichen Raumsequenz verbunden, der geschlossene Charakter der Blockrandbebauung bleibt erhalten.

Bei der Umnutzung des ehemaligen Karmelitenklosters zu einem Besucherzentrum für die denkmalgeschützte Renaissancestadt Sabbioneta bleibt der geschlossene Charakter der lokalen Blockrandbebauung stark ausgeprägt. Der Neubau zeigt sich nur durch eine neue Mauer und die darüber nach außen auskragende Fassade.

Raumsequenz aus drei Höfen

Drei bestehende Innenhöfe des Baublocks werden zu einer Raumsequenz verbunden und dem Besucher zugänglich gemacht. Der ehemalige Kreuzgang, durch den Neubau vervollständigt, übernimmt die Rolle des Haupthofes. Dabei gewinnt der Bestand der Madonna del Carmine wieder seine Präsenz und macht die historische Klosternutzung spürbar. Der zweite, kleinere Hof übernimmt eine Hotelnutzung und bietet einen privateren Charakter. Der dritte, auch von außen zugängliche Hof bietet attraktive Freiflächen für die neue Gastronomie. Die vierte Freifläche des ehemaligen Gemüsegartens bleibt mit ihrem wertvollen Baumbestand unangetastet und bildet einen Sonderraum innerhalb des Blocks.

Neubauteile als verbindende Schwellen

Die Neubauteile, als geschlossene Volumina über das Erdgeschoss angehoben, definieren die neuen Eingangssituationen und enthalten die Haupterschließung des Komplexes. Mit einer Glasfassade im Erdgeschoss sorgen sie für Transparenz und verbinden alle drei Höfe zu einem Kontinuum.


Bildmaterial folgt — Pläne, Modellfotos und Visualisierungen werden aus dem Studienarchiv ergänzt.